Bischmisheim wird zum vierten Mal Meister

 

Foto: bc-bischmisheim.de
  
Finale um die Deutsche Badminton Mannschaftsmeisterschaft in Saarbrücken. Der 1.BC Saarbrücken-Bischmisheim holte sich am 4. Mai 2009 zum vierten Mal in Folge den Titel des Deutschen Mannschaftsmeisters.

Im Kampf um die Krone des deutschen Badminton-Sports reichte für die Saarländer ein 4:4 gegen SG EBT Berlin. Den Grundstein für die Titelverteidigung legte der BCB bereits am vergangenen Freitag: In der Hauptstadt konnte der Abonnement-Meister das Hinspiel mit 5:3 für sich entscheiden. Der BCB hatte somit alle Trümpfe in der Hand. Im heutigen Final-Rückspiel in der bis auf den letzten Platz besetzten Joachim-Deckarm-Halle in Saarbrücken genügte dem BCB ein Unentschieden, um die Meisterschaft perfekt zu machen.

Zuerst waren die etwa 700 Zuschauer in der Halle allerdings geschockt: Berlin legte los wie die Feuerwehr! Das Team von der Spree holte Punkt um Punkt und ging mit 4:0 in Führung. Wie schon im Hinspiel setzte sich das Damendoppel der SG EBT gegen die Saarländerinnen durch. Mit 21:13, 19:21 und 21:13 besiegten Juliane Schenk und Nicole Grether das BCB-Duo Johanna Persson/Huaiwen Xu. Auf dem Nachbar-Court behielten Michal Logosz/Wong Choong Hann mit 11:21, 21:18, 21:17 gegen Michael Fuchs und Kristof Hopp die Oberhand. Auch im zweiten Herrendoppel hatten die Saarbrücker Jochen Cassel und Roman Spitko mit 17:21, 11:21 das Nachsehen gegen Tim Dettmann und Johannes Schöttler. Den vierten finale4_2009Punkt steuerte Berlins Weltklasse-Spieler Wong Choong Hann aus Malaysia bei. Der Weltranglisten-Elfte und Vizeweltmeister von 2003 gewann gegen Arvind Bhat mit 21:9, 13:21, 21:10.„Jetzt stehen wir mit dem Rücken an der Wand, aber da sind wir am besten“, sagte Bischmisheims Team-Kapitän Michael Fuchs nach dem 0:4 Zwischenstand.
 
  

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Und was jetzt geschah, da waren sich sogar gestandene Badminton-Altmeister einig: So was hatten sie noch nie zuvor erlebt. Das Finale um den Hans-Riegel-Pokal des Deutschen Mannschaftsmeisters war gleichzeitig auch das Ende einer Ära: Für die zweimalige Badminton-Europameisterin Huaiwen Xu war der heutige Auftritt der letzte im BCB-Trikot. Deutschlands erfolgreichste Badmintonspielerin aller Zeiten hängt in Kürze ihren Schläger an den Nagel. Die 33-Jahre alte gebürtige Chinesin beendet ihre erfolgreiche Karriere und zieht in die USA. Aber heute zeigte die fünffache Deutsche Meisterin ihren Fans noch mal das ganze Repertoire ihres Könnens. Das Match gegen die amtierende Deutsche Meisterin Juliane Schenk war ein Spiel, das keiner so schnell vergessen wird. Wenn auch oft als reine Floskel benutzt, doch dieses Mal sind Attribute wie atemberaubend, hochspannend, mitreißend definitiv nicht übertrieben. Huaiwen Xu besiegte die ebenfalls weltklasse spielende Schenk in einem geradezu irren Spiel mit 12:21, 21:13 und 26:24.
 

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Am Ende stand die Halle Kopf und Hauiwen Xu wurde mit Standing Ovations gefeiert. Das war Gänsehautfeeling in Reinform! „Das war ein wunderschöner Abschied für mich, das Publikum hat mich zum Sieg getragen. Juliane hat super gespielt und bei einem Individual-Turnier hätte ich dieses Match sicher verloren. Aber mit unserem Teamgeist und mit unseren Fans im Rücken, haben wir das Spiel noch gedreht“, sagte Huaiwen Xu, die mit ihrem Sieg die Wende einleitete. Denn nun waren die Saarländer am Drücker: Im Mixed setzten sich Kristof Hopp/Johanna Persson mit 24:22, 21:19 gegen Michal Logosz und Nicole Grether durch. Der Litauer Kestutis Navickas schlug im zweiten Herreneinzel den Berliner Tim Dettmann mit 21:19, 21:17. Und der gebürtige Saarländer Marcel Reuter holte mit seinem 21:9, 12:21 und 21:16 gegen Johannes Schöttler den vierten Punkt in Folge für den BCB. „Man sagt immer, der erste Titel sei der schönste, aber ich muss sagen, das hier übertrifft alles. Wir haben eben die Hoffnung nie aufgegeben“, so Michael Fuchs. Ähnlich sieht es Kristof Hopp, der heute bereits seinen achten Mannschaftstitel feiern konnte: „Man lernt nie aus. Einen 0:4 Rückstand in einem Finale aufholen, das ist schon beeindruckend. Aber wir haben immer an uns geglaubt und das wurde schlussendlich auch belohnt.“
 

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