Kopf der Woche

Mit Geduld zum Ziel!

 
Oliver Andrey spielt seit vielen Jahren Badminton. Wie sein Vater damals, gehören er und sein Bruder Michael zu den Besten der Region und auch der Schweiz. Dies beweisst Oliver jedes Jahr wieder, wenn er an der Schweizer Meisterschaft antritt und die ganze Konkurrenz hinter sich lässt - die schon zum 3. Mal in Folge!
 

Oli als CH-Meister 2004
  
Zur Person
Im Alter zwischen 7 und 10 Jahren konnte sich Oliver nicht richtig entscheiden, in welcher Sportart er sich wirklich wohl fühlt. Abwechslungsweise übte er verschiedene Sportarten aus. Auf dem Programm standen Kunstturnen, Leichtathletik, Fussball und parallel natürlich Badminton. Da sein Vater Juniorentrainer beim BC Schmitten war, kam es immer öfters und intensiver zum Kontakt mit dem Badminton und kurz darauf stellten sich auch die ersten Erfolge ein: Junioren Freiburgermeister!

Nach diesem ersten Erfolg folgten dann der Eintritt ins Kantonal- und Nationalkader. 1996 wurde er auch gleich Junioren Schweizermeister U16. Doch dann folgte der Ernst des Lebens! In der Zeit zwischen 1996 und 2001 absolvierte er das Lehrerseminar in Freiburg - sicherte sich aber trotzdem einen Vize Schweizermeistertitel in der Kategorie U21 und dann schaffte er auch noch den Sprung ins Elite Nationalteam.

Auch heute noch ist Oliver dem Beruf treu, hat aber "nur" eine 60 % Stelle als Primarlehrer, um mehr Zeit für den Badmintonsport zu haben. Zur Zeit hat er sogar dieses Pensum nochmals halbiert (30%) um die Anzahl Trainings zu erhöhen.

Die grössten Nationalen Erfolge hatte Oliver 2003 mit dem Vize Schweizermeistertitel und dann 2004, 2005 und 2006 mit dem Schweizermeistertitel. 2004 kam er zudem in die Endauswahl zum Freiburger Sportler des Jahres, wo er den 5. Platz belegte.
 
Wir stellen allen unseren Interviewgästen jeweils im "Kopf der Woche" die gleichen Fragen. Hier der Schlagabtausch mit Oliver Andrey.
 
  

Oli als CH-Meisters 2006
Was bedeutet Dir der Badmintonsport?
Badminton ist mein wichtigster Lebensinhalt und ich richte mein Leben nach dem Badminton aus.

Wie viel Zeit pro Woche verbringst Du mit Badminton?
15 bis 20 Stunden. Das beinhaltet auch meine Jogging-Einheiten, Kraft- und Lauftraining.

Welcher Spieler/Funktionär im Badminton hat Dich geprägt/findest Du toll und warum?
Mein Vater, der mein erster Trainer war. Er hat uns von Beginn her gezeigt, was es braucht und unterstützte uns über alle Jahre hinweg, bis heute!

Was muss man im Schweizer Badminton-Zirkus unbedingt ändern?
Dass die besten Spieler häufiger und mit ausländischen Sparringpartnern zusammen trainieren können. Wir müssen uns an das schnellere Tempo der Weltelite gewöhnen können!

Welche Schweizer Person fasziniert Dich besonders und warum?
Marcel Fischer (Olympiasieger im Degenfechten), weil er sein Leben sehr gut organisieren kann und sein Studium und Training unter einen Hut gebracht hat und den Olympiatitel errang.
 

Die gefürchtete Faust SM 2006
  
Welchen Titel würde ein Buch über Dich tragen?
Mit Geduld zum Ziel.

Welche Deiner Eigenschaften magst Du an Dir selber und welche nicht, warum?
Ich mag meine ruhige und geduldige Art, manchmal mag ich sie aber auch ganz und gar nicht!

Wovon bekommst Du schlechte Laune oder was bringt Dich auf die Palme?
Schlechte Laune habe ich, wenn ich müde oder hungrig bin. Auf die Palme bringt mich Sturheit.

Was ist für Dich ein erfolgreicher Tag?
Wenn Arbeit/Training und Erholung in einer guten Balance waren.

Was ist für Dich Luxus und wie kommst Du zu ihm/geniesst Du ihn?
Luxus ist, genug Zeit für gutes Essen zu haben. Ich geniesse es, wenn meine Mutter am Sonntagabend, wenn ich von einem Turnier oder Interclubspiel zurückkommen, ein eben solches Essen auftischt.
 
Welche Pläne hast Du 2006?
Das Arbeitspensum weiter zu reduzieren und etwas mehr Zeit für die körperliche und mentale Erholung in die Wochenplanung aufzunehmen. Ich will noch höher hinaus!
 
Herzlichen Dank für das Gespräch und die Antworten. Ich freue mich schon jetzt auf nächstes Jahr, wenn Du die Badmintonschweiz mit einem weiteren Sieg überraschen wirst!
Interview geführt von Thomas Schärer, Projektleiter badminton.ch, 18.02.2006
 

Portrait von Oliver

Vorname/Name:
Olivier Andrey
Spitzname:
Oli
Geburtstag:
01.12.1980
Wohnort:
Wünnewil
Beruf:
Primarlehrer
Zivilstand:
ledig
Kinder:
keine
Hobbys:
Sport allgemein (Beachvolley, Ski, Unihockey, Eishockey), Klarinette spielen
Lieblingsessen:
Fondue Chinoise
Lieblingsgetränk:
Wasser und Wein
Lebensmotto:
Es gibt keine Wunder, nur Training
 

Die drei wichtigsten Links von Oli

» BC Tafers
» BC Schmitten
» www.witz.de
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